Was man nicht fährt, das läuft man…

06.04.2017 – Aruba
Nach dem enttäuschenden Montag folgte ein recht verschlafener Dienstag. Ich hab morgens bisschen Sport gemacht und dem Fahrradverleih eine Anfrage geschickt. Schließlich wollten wir uns auch hier mit den Drahteseln fortbewegen. Auf Antwort wartend verbrachten wir den Tag Karten spielend auf unserer Terrasse. Um nicht ganzen Tag zu verbummeln entschieden wir uns Oranjestadt, zumindest zum Teil, zu Fuß zu erkunden. Der Weg zur Innenstadt war länger als gedacht. So waren wir eine knappe Stunde unterwegs bis wir den ersten Strand und Bars entdeckten. In einer Strandbar gab es ein leckeres Abendessen und ‘nen Cocktail natürlich. Dann schauten wir uns weiter um. Die Stadt erinnerte mich eher an Las Vegas oder L.A. Zumindest stell ich es mir abends so vor. Überall leuchtende und blinkende Schriftzüge, bunt beleuchtete Hotels und Restaurants und ein Shop nach dem anderen. Vor allem viele Schmuckgeschäfte mit Marken die hinter meinem Horizont liegen und es preislich auch immer bleiben werden. Ich war beeindruckt aber auch etwas gespalten. Klar sieht das alles schon ganz toll aus, so leuchtend und bunt, aber es verliert das Natürliche, das Ursprüngliche und das find ich schade. Alles hier ist auf Tourismus ausgelegt. Man kann zu PizzaHut, McDonalds, Taco Bell und wie sie alle heißen. Eine lokale Küche sucht man hier vergebens. Ich habe den Eindruck man möchte es den ankommenden Reisenden der übergroßen Kreuzfahrtschiffe so heimisch wie möglich machen. Kreuzfahrtschiffe, für mich immer ein Highlight wenn ich sie mal seh, aber hier liegen sie fast zu jeder Zeit und jeden Tag aufs Neue im Hafen. Sie überragen alle Gebäude der Stadt und sind von Weitem schon zu erkennen. Schon faszinierend solche schwimmenden Hotels. Sie bringen jede Menge potenzielle Käufer auf die Insel.
Nach ein paar lustigen Schnappschüssen liefen wir die lange Strecke zurück zur Unterkunft und fielen mit brennenden Füßen ins Bett.

Mittwochmorgen riegen wir direkt beim Fahrradverleih an, da noch keine Antwort auf unsere Anfrage kam. Die nette Frau am Telefon erklärte, dass es zwar schon die Internetseite und die Anfragemöglichkeit gibt aber dieser Service auf Aruba noch nicht eingerichtet ist. Hä? Wer macht denn sowas?… Ok kurz die anderen Verleihe gecheckt: zu weit weg und zu teuer… nach kurzer Recherche stellten wir fest, dass Hertz günstiger Autos vermietet als die Verleihe ihre Fahrräder. Also fix ein Auto geholt und mal Richtung Westküste gedüst. Hier gibt es LowRise und HighRise Hotels. Die LowRise Hotels sind niedrig gebaut und sehen sehr gemütlich aus. Die HighRise Hotels sind fette Klumpen, luxuriös verziert und höchstwahrscheinlich noch viel luxuriöser eingerichtet. Sie nennen sich Hilton und so weiter. Ich finde die sehen alle echt schick aus. Aber ich bin auch hier gespalten. Auf der einen Seite ist so ein richtiger Luxusurlaub mit allem Schnick Schnack in fetten King Size Betten und Frühstück ans Bett bestimmt richtig geil aber auf der anderen Seite finde ich es auch so einfach wie möglich, in nächster Nähe zum Ursprünglichen des Landes, doch auch richtig klasse. So lernt man die Kultur und vor allem Natur viel besser kennen. Also ist beides in meinem Sympathiebereich aber nur eins für das ich keinen Lottogewinn brauche 😀 ok ich schweife ab…

Wir fuhren weiter zur Schmetterlingsfarm in dem fast alle exotischen Schmetterlingsarten der Welt vorkommen. Die Puppen werden aus den verschiedensten Ländern importiert. Wir bekamen eine kurze Führung mit jede Menge Informationen über diese kleinen Flattertierchen. Es war wahnsinnig interessant zu hören was sie alles so können und nicht können. Am witzigsten fand ich den Fakt, dass Schmetterlinge aus gegorenen Früchten trinken, ziemlich betrunken werden und dann öfters mal gegen einen Baum fliegen oder aufm Boden rumliegen und chillen bis der Rausch vorbei ist. Manche verkürzen ihr gerade mal zweiwöchiges Leben damit sich so volllaufen zu lassen, dass sie sich selbst vergiften. Irgendwie verrückt, dass selbst Tiere unheimlich gern alkoholische Getränke zu sich nehmen und dies nicht mal unabsichtlich.

Nach den betrunken Schmetterlingen gings zur Aloe Vera Plantage und Fabrik. Die Aloe hat verschiedene heilende Kräfte. Ich hab z.B. ine Verbrennung am Arm, diese wurde durch das Aloe Vera Gel direkt aus der Pflanze merklich gelindert und die Blasenbildung ging deutlich zurück. Natürlich wurde nach eine kurzen Führung durchs Museum und die Fabrik der Shop unsicher gemacht und die Einkaufstüte gefüllt. Zufrieden über unsere Erlebnisse und natürlich das Shoppingergebnis 😉 gings zurück zur Unterkunft und zeitig ins Bett, denn für den nächsten Tag war ein früher Aufstieg geplant…

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