Der zweitgrößte Karneval der Welt und ein Abschied…

09.-11.02. – Barranquilla

Freitag machten wir uns auf den Weg nach Barranquilla. Da wir wieder mal etwas trödelten kamen wir erst zum Sonnenuntergang in der Stadt an. Mit dem Taxi wollten wir dann zum Hotel fahren. Wir hatten am Morgen noch fix ein Hotel gebucht, da über AirBnB absolut nichts mehr frei war. Aber wir hatten ein echt günstiges gefunden, was uns natürlich auch etwas skeptisch machte aber ansonsten nicht weiter beeindruckte. Also dem Taxifahrer fix die Adresse genannt und dann können wir auch schon los oder? Der Taxifahrer sah uns skeptisch an und fragte ob wir da wirklich hinwollen, es wäre der gefährlichste Teil der Stadt. Oh ok, ja deswegen war es so günstig. Mir wurde etwas mulmig aber wir beschlossen uns es einfach mal anzuschauen. Wir fuhren auf einer großen Hauptstraße, anfangs ziemlich belebt und dann auf einmal totenstill. Kein einziges Auto kam entgegen, keine Menschen waren mehr auf der Straße (was vor allem in Südamerika sehr sehr ungewöhnlich ist). Der Taxifahrer gab uns ein paar Tipps wie wir uns auf der Straße zu verhalten hatten und bog in die Straße des Hotels ein. Hier sah es aber völlig anders aus. Es tummelten sich wieder jede Menge Leute auf der Straße, Geschäfte waren geöffnet, es standen überall Busse. Ach so schlimm siehts gar nicht aus, ja wir bleiben hier. Fix eingecheckt im Hotel, sehr schönes Zimmer übrigens und absolut freundliches Personal, und danach nochmal raus was essen gehen. Wir entschlossen uns für den Kiosk direkt neben dem Hotel. Es gab eine Art Currywurst aus Chorizo und ein paar Bierchen. Wir lernten noch ein australisches Pärchen kennen und erzählten uns gegenseitig bisschen was über unsere Reisen.
Am Samstag begann dann der Karneval. Wir fuhren mit einem Taxi bis zu der Straße wo der Umzug stattfinden sollte, folgten dort den Einheimischen bis wir einen hübschen Sitzplatz mit recht guter Sicht und für weniger als ein Zehntel des Preises für die normalen Sitze erhielten. Beim Umzug kann man auf Tribünen Platz nehmen, die Karten kosten ca.50-60€ pro Person oder man setzt sich in die Reihen der Einheimischen, auf Gartenstühlen und zahlt ca. 5€ für zwei Personen. Wir hatten vorher noch etwas Wasser, Bier und eine Schaumkanone eingekauft. Ziemlich witziges Teil diese Schaumkanone, ich dachte erst das wäre so ein Konfetti Ding, aber da kommt tatsächlich Schaum raus. Was übrigens sehr erfrischend bei den heißen Temperaturen ist. Der Umzug war sehr farbenfroh und es war eine unglaublich tolle Stimmung. Ca. 5 Stunden lang sahen wir verschiedene Wagen, Tänzer und Darsteller. Sogar die Polizei, Feuerwehr und Müllabfuhr hatten ihren eigenen Platz im Umzug und wurden gefeiert wie Könige. Das hat mir irgendwie besonders gut gefallen. Diese Anerkennung und der Jubel für genau so wichtige Leute.

Nach dem Umzug zogen die Menschenmassen richtig Innenstadt und es wurde an jeder Ecke gefeiert. Gern hätten wir noch mitgemacht doch wir mussten zurück zum Hotel, schließlich ging mein Flieger zurück nach Bogota am Sonntagmorgen 6:30Uhr. Also gings für uns zeitig ins Bett. 5Uhr mussten wir uns verabschieden. Zwar nur für 3 Wochen aber jeder Abschied fällt schwer. Vor allem wenn man noch dazu so einen schönen Urlaub hinter sich lassen muss. Aber es waren zwei traumhafte Wochen von denen ich noch lange zehren werde.

 

In Bogota gabs noch ein spontanes Mittagessen mit Tino und dann gings auch schon nach Lima. Wie gut ich meinen letzten Urlaubstag dort noch genutzt habe, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

 

Karneval
Die Straßenreinigung
Ausblick vom Dach des Hotels

Ein Kommentar bei „Der zweitgrößte Karneval der Welt und ein Abschied…“

  1. Einfach nur traumhaft deine Beiträge, Ich bekomme immer sofort Lust auf Urlaub. Weiter so Anja.

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