Unterwegs auf 4 Rädern

Das Meer und die Küste…

Das Meer und die Küste
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„Trudele durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir ergeben.“
– Kurt Tucholsky –

Am 05.01.2022 verließen Joëlle und ich Südfrankreich und machten uns auf den Weg nach Spanien.
Der Weg über die Pyrenäen war beeindruckend und ich spürte wie das Abenteuer in mir klopfte. Wieder eine Grenze überfahren. Eintauchen in ein neues Land. Spanien ist mir nicht gänzlich unbekannt. Schließlich war ich schonmal als Kind in Barcelona und zweimal im Reiturlaub in Andalusien aber selber zu fahren und mit meinen jetzigen Augen alles zu erleben, ist nochmal etwas ganz anderes.

Joëlle und ich peilten für unseren ersten Stopp das Ebro Delta an. Ein beliebter Kite-Spot. Man konnte mit dem Auto auf den Strand fahren. Wir kamen gegen Nachmittag an und schauten uns noch etwas um. Über Nacht durften wir hier nicht stehen, also ging es auf einen Stellplatz in den nächstgelegenen Ort.
Am nächsten Morgen kurz vor Sonnenaufgang packten wir wieder unsere Vans zusammen und fuhren zurück an den Strand. Auf dem Weg entdeckten wir in den kleinen Gewässern des Deltas noch ein paar Flamingos. Einfach beeindruckend. Aber leider waren sie zu weit weg für ein tolles Foto. (Ich brauch einfach ein neues Objektiv :D)
Am Strand angekommen sprangen wir regelrecht aus den Autos und rannten bis ans Wasser vor. Die aufgehende Sonne und das rauschende Meer waren einfach wahnsinnig anziehend. Was ein Sound. Den Tag über erkundeten wir den Strand und beobachteten die Kiter. Abends schlenderten wir noch durch die Stadt und genossen eine Glühwein im Van (mangels Bier… :D).

Wir verbrachten noch zwei weitere Tage am Ebro Delta und füllten sie mit Wandern, Beobachten von Kitern, Lesen, Kochen und Entspannen am Strand.

Am 09.02.2022 ging es dann weiter nach Peñíscola. Nur knapp eine Stunde Fahrt entfernt.
Hier ergatterten wir einen Stellplatz direkt an der Küste. Die Wellen schlugen gegen die Brandung und wir standen direkt darüber.

Wir beschlossen noch die Stadt zu erkunden. Die Altstadt liegt auf einem Felsen der aus dem Meer emporragt und ist nur über einen Sandstreifen mit dem Festland verbunden. Vor etlichen Jahrzehnten oder wahrscheinlich eher Jahrhunderten kam es bei Stürmen und hohem Wellengang dazu, dass der Sandstreifen nicht mehr passierbar war und die Altstadt quasi eine Insel wurde. Dies ist heute allerdings nicht mehr der Fall und so konnten wir problemlos die Altstadt erkunden. Als unsere erste spanische Stadt konnten wir kaum was Schöneres wählen. Die Gassen waren eng, jedes Haus hatte etliche Balkone die mit bunten Fliesen von unten verziert waren. Jede Straße in die wir einbogen ließ uns von neuem Staunen. Ein Haus hatte es uns besonders angetan. Es war komplett, aber wirklich komplett mit Muscheln verziert. Die ganze Fassade bestand aus Muscheln. Große und kleine Muscheln. Muscheln verschiedener Formen und Farben. Es war einfach unbeschreiblich.
Überall in der Altstadt waren kleine Restaurants aus denen der Geruch von leckerem Essen, vor allem aber von gebratenem Fisch wehte. Natürlich steigerte sich damit unser Appetit und der Hunger um 1000%. Lass uns doch was Kleines essen. Aber nicht hier in der Altstadt. Hier war ein deutlicher Preisaufschlag für die Schönheit des Stadtteils zu spüren. Wir entschieden uns für die Strandpromenade auf dem Rückweg zu unseren Autos. Hier waren uns auf dem Hinweg die vielen kleinen gut besuchten Restaurants aufgefallen. Wir fanden ein gemütliches und einfaches. Wir aßen ein paar frittierte Fische und Calamares. Das waren mit Abstand die besten Calamares die ich jemals gegessen habe. Normalerweise hat man da ja einen fett frittierten Teigring und darin befindet sich ein mini Stück gummiartiger Tintenfisch. Aber das war hier absolut nicht der Fall. Der Tintenfisch war einfach perfekt zubereitet. Wir waren beide absolut positiv überrascht.

Wir blieben in Peñíscola bis zum 13.01.2022. Die Zeit füllte ich mit Entspannen, Lesen, weiteres Ausfeilen meiner Morgenroutine, einfach dem Meer lauschen, nochmal einen Spaziergang in die Stadt und Ausmisten meines Bullis. Ein besonders schönes Erlebnis war der Sonnenaufgang jeden Morgen. Dazu brauchte ich aus dem Bett heraus nur meinen Vorhang zu öffnen und aus meiner Heckscheibe zu blicken. Meist aber setzte ich mich auf die Felsen am Wasser und genoss den Anblick mit der dazugehörigen Musik der Wellen.

Ich hatte mich mittlerweile noch stärker eingefunden in den Vanlife Alltag und so langsam wusste ich was ich brauchte und was nicht. Also sortierte ich alle Sachen neu um. Schaffte mir „kürzere“ Wege zu den Sachen die ich täglich brauch und „längere“ Wege zu den die ich so gut wie nie brauch bzw. die ich in Deutschland definitiv ausladen werde. Jetzt kann ich sagen, dass ich seitdem auch nicht nochmal umgeräumt habe. Ich denke wir haben uns nun endgültig zusammengefunden. Es stehen zwar schon zwei kleine Umbaumaßnahmen an, aber noch nicht jetzt und wir kommen bis dahin auch so super zu recht.

Das waren erstmal die ersten beiden Stopps in Spanien. Die Nächsten folgen… 🙂

Sonnenaufgang am Ebro Delta – mit Ton anhören für das Meeresrauschen 🙂
Joëlle beim Lesen am Strand
Frühstück am Strand
Bestes TV Programm zum Abendessen
„Zuhause ist wo du parkst“ – vielen Dank an den edlen Spender für diesen absolut passenden Aufkleber
ahja…war aber bequem 😀

Altstadt Peñíscolas von außen

Altstadt von Peñíscola

Das Muschelhaus

die leckeren Calamari
bester Stellplatz in Peñíscola mit Sonnenuntergang
Sonnenaufgang vom Bett aus
Dies ist ein Klappstuhl…den kann man so klappen 😀
Mechanikerin Anja wechselt mal fix ne Birne 😀
mit einer der beeindruckendsten Sonnenaufgänge

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